Selektion und Kommunikation

Vom Verstehen und Mißverstehen – ein Versuch der Annährung.

Selektion ist eine Auswahl von Informationen. Im Zusammenhang mit Kommunikation ist diese Auswahl ein wichtiges Moment, denn zwei Aspekte tragen entscheidend zum Ergebnis einer Kommunikation bei. Einmal das Medium das Information zur Verfügung stellt, ist es eine Maschine, z.B. eine Datenbank, werden die Daten in einem bestimmten Zusammenhang zusammengeführt und ausgegeben bzw. zur Verfügung gestellt. Im Hintergrund läuft ein subjektiv konfiguriertes System, das auf einen bestimmten Zweck oder auf eine bestimmte Wirkung abzielt.

Eine Information von einem Menschen ist von mehreren Ebenen beeinflusst. Vergleichbar wie die beschriebene Maschine werden Daten aus dem Speicher abgerufen und zur Verfügung gestellt. Die Vielfalt der Daten ist größer, dadurch erfährt das Ausgabeergebnis  eine bestimmte „Färbung“ bewusste, unterbewusste und unbewusste Informationen fliessen in dem Ausgabeergebnis zusammen. Selbst der Moment ist für das Ergebnis entscheidend. In welcher Verfassung generiert der Mensch die Information.

Bezeichnen wir das Ausgabeergebnis als Botschaft die auf den Weg gebracht wird benötigen wir ein Aufnahmegerät, also einen weiteren Menschen. Dieser nimmt die Botschaft mit seinen verschiedenen Sinnen (Aufnahmegeräte) wahr. Die Beschränktheit dieser Aufnahmegeräte sowie die leichte Täuschung dieser Geräte lässt vermuten, daß die Aufnahme von Informationen recht und schlecht sehr mager ist. Unser aktives Gehirn kann im Moment recht wenig verarbeiten, „multi tasking“ ist schon mal gar nicht möglich. Deshalb bedient sich das Gehirn eines einfachen Tricks. Es nimmt ca. 17 % wahr und den Rest von 83 % erzeugt das Gehirn aus seinem vorhandenen Speicher selbst. Das Ergebnis ist eine Beschleunigung des Verstehens bzw. der Annahme die empfangene Botschaft identifiziert und verstanden bzw. bewertet zu haben. Bei dieser Erkenntnis könnte man davon ausgehen, daß der Mensch im eigentlichen Sinne größtenteils nur mit sich selbst kommuniziert, weil er seine eigenen inneren Bilder erzeugt die relativ wenig mit dem zu tun haben was sich tatsächlich abgespielt hat.

Die Selektion (Auswahl) ist ein wesentlicher Faktor Kommunikation wahrzunehmen. Die Differenz ist ein subjektives Ergebnis aus dem eigenen Denksystem, das bei Wiedergabe auf einen möglichst einfachen Level reproduziert wird, diese Botschaft hat nichts mit der vorigen Botschaft gemein. Der Augenblick der Botschaft ist nicht reproduzierbar.

Deshalb sollten wir grundsätzlich eine Botschaft im Gesamtkontext versuchen wahrzunehmen. Mehrere Schleifen von bewußten Denkimpulsen die für das eigene Buwußtsein möglichst viele Auswahlbereiche zulassen, können uns einen kleinen Schritt weiter an den Kern der Botschaft heranführen.

Mißverstehen ist der allgemeine und normale Zustand zwischen Menschen.

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