Zeit

„Der Mensch sagt, dass die Zeit vorübergeht. Die Zeit sagt, dass der Mensch vorübergeht“

indisches Sprichwort

Interessant ist, daß schon vor 6.000  Jahren die ersten Zeitmessgeräte  erfunden wurden. Die Beobachtung des Sonnenlaufes lies die Menschen  gewisse logische Zusammenhänge und wiederkehrende Phänomene erkennen. Diese Differenzen sollten sichtbar und nachvollziehbar gemacht werden. Einen sinnvollen Grund für dieses Verhalten ist nicht erkennbar.  Demnach scheint es schon immer für den Menschen ein Anliegen zu sein, die Differenz zwischen zwei Ereignissen erfassen zu wollen und zu versuchen diesen Moment festzuhalten.

Die Erfindung der „Zeitmesser“ für den Massenmarkt ab dem 11. Jahrhundert n.Chr. ist für den Menschen nicht zielführend gewesen. Dieser Fetisch ist auf dem ganzen Erdball heute  so verbreitet, daß der gemeine Mensch ohne Zeitmesser nicht mehr auskommen möchte. Unter widrigen Umständen kann eine Abhängigkeit, die auch als Sucht bezeichnet werden könnte, eintreten. Das ständige überprüfen der Zeiteinheiten verleitet zu vollkommen falschen Annahmen. Die Zeit kann schnell oder gar langsam vergehen – wie kann das denn funktionieren. Zeit wird gemessen. Nun stellt sich die Frage was wir eigentlich messen.

Wie weit wir oder besser die Menschheit es gebracht hat, können wir bei dem Vorhaben entdecken, die Zeit weltweit  synchronisieren zu wollen. Dies geschieht mit dem globalen Positionsbestimmungssytem (GPS) gemeinsam mit dem Funknavigationssystem Network Time Protocol.

Leben wir nur in dem „Dazwischen“? Was ist die Faszination der Differenz?

„Es gibt keine Zeit“ – das ist ganz schön gewagt. Im Management ist „Zeit“ eine feste Größe. Kein Vorhaben ohne eine Festlegung oder einem Bezug zur gemessenen Zeit. Bei jedem Projekt ist die Zeit ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Anfang und Ende oder einzelne Zeitabschnitte werden für ein Projekt festgelegt. Welche Kraft, welche Möglichkeiten nehmen wir uns durch diese Einschränkung, durch diese Festlegung. Lassen wir den Zeitaspekt einmal weg und konzentrieren uns auf die Idee eines Vorhabens, die Vorstellung der Realisation durch den Einsatz möglichst minimaler Mittel und dem Willen dieses Ziel möglichst schnell zu erreichen. Als Basis des Vorhabens soll der Mensch im Mittelpunkt stehen, d.h. die Befriedigung der Bedürfnisse nach Zufriedenheit, Gesundheit – im weitesten Sinne Glück und ein ausgeglichenes Dasein auf diesem Planeten. Grundlage unseres Handelns ist die Erhaltung des Lebensraumes durch Wertschätzung von Natur, Tier und Mensch. Die innere Haltung ist der wesentliche Faktor für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Ob die Zeitmessung in diesem Kontext hilfreich oder gar schädlich ist,  kann und muss zur Disposition gestellt werden.

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