eine Aufgabe für zwei

„Eine gemeinsame Aufgabe – zwei Menschen – Kommunikation = Voraussetzung für die Lösung der Aufgabe.“

Sei diese Kommunikation auch noch so minimal – es braucht das mitteilen, teilnehmen lassen und teilen, das gemeinsam machen und letztendlich das vereinigen für die Lösung der gemeinsamen Aufgabe.

Kommunikation findet ständig statt, ob mit oder ohne Aufgabe. Bei der Kommunikation passiert „etwas“, es ist offensichtlich eine Handlung bzw. Wahrnehmung zwischen zwei voneinander getrennten Individuen. Kommunikation ist wohl ein Phänomen der individuellen menschlichen Erfahrung. Das Mitteilen von Ideen aus einem geschlossenen System heraus öffentlich machen. Ideen sind unsichtbar, durch Worte, die aus Zeichen bestehen und Sprache und Bilder machen wir diese unsichtbaren Ideen sichtbar bzw. hörbar oder erfahrbar.

Ist der Austausch zwischen Maschinen (z.B. Daten) auch Kommunikation? Wir sprechen heute davon, dass Maschinen miteinander kommunizieren. Braucht es eine Intelligenz für die Kommunikation? Ist die Voraussetzung die ureigene faszinierende Funktion des menschlichen Gehirns für Kommunikation?

Wie gelingt es einem Menschen seine Vorstellungen anderen zu vermitteln? Da fällt mir doch erst mal ein Worte zu benutzen. Ich transformiere also meine Vorstellungen und Ideen in Worte. Dies ist ein komplizierter und komplexer Vorgang. Diese Vorstellung in einem Kopf eines Menschen in Worte zu fassen und damit meine Vorstellung im Gehirn zu vermitteln. So gesehen ist das eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.

Offensichtlich sind die Menschen darin sehr geübt, denn sie haben die Fähigkeit sehr schnell umfangreiche Vorstellungen zu vermitteln oder vielleicht doch besser gesagt – sie versuchen es. Was kommt bei dem Adressat an? Eine Lösung des Problems ist, dass wir uns für die Übermittlung von Vorstellungen „Begriffe“ bedienen, die möglichst eine allgemeine Bedeutung besitzen und dadurch der Vorstellung sich evtl. schon besser annähern können. Nur wie steht es mit der Idee: „Die Seele des Menschen ist unaussprechlich“. Da kommen wir doch sehr schnell an die Grenzen dessen, was wir tatsächlich vermitteln können.

Ein entscheidendes Werkzeug ist das Hören. „Höre was ich sage, höre doch erst mal zu“ etc. – uns sehr bekannte Reaktionen. Gehen wir davon aus, dass wir über das Hören zur Sprache erzogen wurden, dann ist das Hören die erste entscheidende Fähigkeit überhaupt Sprache aufzunehmen und zu verstehen. Der Mensch hat also gehört – hören ist wohl ein Zustand der Besonnenheit, der Reflexion – erst daraus entsteht Sprache.

Hören = Merken; Merken = Aufmerksamkeit produzieren – dann abwarten was sich in diese Aufmerksamkeit einzeichnet.

Alles Verstehen ist immer zugleich ein NICHT-Verstehen, alle Übereinstimmungen in Gedanken und Gefühlen = ein auseinandergehen.

Was leistet nun ein verschlossenes Individuum zu seiner offensichtlichen Kommunikationsfähigkeit? Man wendet sich an seine Zuhörer, fragt um Rat, um Mitsprache, um Zweifel an seinen eigenen Worten auszuräumen . Letztlich sind es wohl die Rückkopplungsschleifen zwischen dem Sprecher und Zuhörer, die Kommunikation erst erfahrbar machen.

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